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Interview: Katharina Faber, Präsidentin von ELSA Germany

Was ist ELSA und was macht ELSA genau? 

ELSA steht für European Law Student Association und ist eine Vereinigung von und für Jurastudierende aus ganz Europa. Organisiert ist das Ganze in einem dreistufigen System: lokal-national-international. Die einzelnen Fakultätsgruppen der deutschen Universitäten (etwa ELSA-Leipzig e.V.) sind in dem nationalen Dachverband ELSA-Deutschland e.V. zusammengeschlossen. Diese verschiedenen nationalen Dachverbände der einzelnen Mitgliedsländer finden sich dann unter ELSA International wieder.

Das Ziel unseres Verbandes ist es, den Horizont der Studierenden über das reguläre Jura-Studium hinaus zu erweitern, insbesondere durch den internationalen Austausch. In diesem Rahmen bietet ELSA unter anderem zahlreiche Veranstaltungen wie Vorträge und Diskussionen, aber auch Praktika im Ausland.

Neben dem akademischen Aspekt geht es bei ELSA außerdem darum, neue Länder und Kulturen kennenzulernen, neue Bekanntschaften in ganz Europa zu machen, sich auszutauschen und gemeinsam eine spannende und lehrreiche Zeit über Ländergrenzen hinweg zu genießen. 


Was ist Deine Funktion bei ELSA?

Aktuell bin ich die Präsidentin von ELSA-Deutschland e.V. für das Amtsjahr 2021/2022, also die Vorsitzende unseres nationalen Dachverbandes. Meine konkreten Aufgaben lassen sich in drei Bereiche unterteilen: Zum Einen kümmere ich mich um alle äußeren Beziehungen des Vereins, also beispielsweise um die Betreuung der bereits bestehenden Kooperationen mit unseren Partnern, aber auch um den Aufbau neuer Kooperationen mit neuen Partnern. Zum anderen bin ich grundsätzlich dafür verantwortlich, den Verein weiter auszubauen. Innerhalb des Vorstandes nehme ich zudem eine unterstützende und vermittelnde Rolle ein, indem ich die Arbeit des gesamten Vorstandsteams koordiniere und bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehe. Neben diesen spezifischen Aufgaben meines Amtes bekommt jedes Mitglied des Bundesvorstandes bestimmte Fakultätsgruppen als Betreuungsgruppen zugewiesen und kümmert sich um deren Anliegen in besonderer Weise. 


Warum bist Du ELSA damals beigetreten?

Mein erster Berührungspunkt mit ELSA war die Vorstellung meiner Fakultätsgruppe in der Ersti-Woche. Tatsächlich bin ich jedoch nicht direkt Mitglied geworden. Das geschah erst für einen „bloßen“ Kurztrip nach Paris. Dabei ist es jedoch nicht geblieben. Ich habe gemerkt, dass ich nicht nur ein “einfaches” Mitglied sein wollte, das hin und wieder eine Veranstaltung besucht, sondern mich darüber hinaus aktiv einbringen und ELSA mitgestalten.

Ich wusste damals jedoch noch nicht, dass ich über die kommenden zwei Jahre neue Freundschaften in ganz Deutschland knüpfen und mit zahlreichen internationalen Jurastudierende zusammenarbeiten würde. Dass ich Nächte durcharbeiten würde, um Events und Versammlungen zu organisieren. Dass ich alle Kraft und jede freie Minute, die ich neben dem Studium aufbringen konnte, bereitwillig in ELSA investieren würde. Durch diese Arbeit hat sich mein erster Eindruck aus Paris gefestigt und immer größere Teile meines Lebens ausgefüllt.


Was ist das Besondere an ELSA und was zeichnet seine Mitglieder aus? 

Das Besondere an ELSA ist, dass den Studierenden die Möglichkeit geboten wird, sich über ganz Europa hinweg zu vernetzen, auszutauschen und zusammenzukommen. Damit steht ELSA für den internationalen Austausch im Rahmen der Völkerverständigung und für die Möglichkeit, sich ganz persönlich weiterzuentwickeln. Für unvergessliche Erfahrungen und unzertrennliche Freundschaften. 

Und genau das macht auch die Menschen aus, die in ELSA involviert sind: sie sind weltoffen und neugierig, neue Kulturen kennenzulernen. Unsere Mitglieder wenden täglich viel Zeit auf, um sich neben dem  Studium in den Verein einzubringen und einen Beitrag dazu zu leisten, dass Europa weiter zusammenrückt. Sie wollen nicht einfach nur möglichst schnell ein möglichst gutes Examen erreichen, sondern sich als Person weiterentwickeln und neue Fähigkeiten entdecken.


Welche spannenden Veranstaltungen stehen als nächstes an? 

Auf lokaler Ebene gibt es immer sehr viele Veranstaltungen, die von den einzelnen Fakultätsgruppen gemäß der bereits erwähnten dreistufigen Organisation des Verbandes ausgerichtet werden. Wir als Bundesvorstand veranstalten aber auch einige Events, beispielsweise den ELSA Deutschland Moot Court (EDMC). Ein Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung, bei der die Teilnehmer:innen die Rollen der jeweiligen Parteien vor Gericht einnehmen und entsprechend verhandeln. Der EDMC wird seit 1994 ausgetragen und ist damit der älteste deutsche Moot Court für Zivilrecht. Die Teilnehmer:innen liefern sich zunächst in lokalen Vorentscheiden einen Wettbewerb, bis es dann schließlich zum großen Bundesentscheid kommt, bei dem die Finalteilnehmer vor echten Richter:innen des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe verhandeln dürfen. Der Bundesentscheid findet in diesem Jahr im Juli 2022 statt. 

Daneben steht Anfang Januar die Winter Generalversammlung an. Die Generalversammlung ist das höchste Beschlussorgan des deutschen Dachverbandes, bei der eingereichte Anträge diskutiert und über diese abgestimmt wird. Außerdem wird sich unser neuer Partner, Taylor Root, dem ELSA-Netzwerk vorstellen!


Worauf freust Du Dich in der Zusammenarbeit mit Taylor Root? 

Über die Zusammenarbeit mit Taylor Root freue ich mich ganz besonders, da der Kontakt über Solveig, als ehemaliges Mitglied des Bundesvorstandes von ELSA Deutschland zustande gekommen ist. Davon abgesehen bietet Taylor Root als juristische Personalberatung einen Blick über den Tellerrand des Jurastudiums und hinein in die Möglichkeiten, welche sich unseren Mitgliedern nach dem Studium bieten könnten. Eine solche Möglichkeit, Praxis in das Leben der Jurastudierenden zu bringen, ist genau das, was wir mit ELSA unter anderem ermöglichen wollen: Abwechslung von langen Tagen in der Bibliothek schaffen und zu vermitteln, wie das tatsächliche Leben von Jurist:innen aussehen kann und welche Aussichten sich mit diesem Studium bieten.


Wie können wir von Taylor Root ELSA bestmöglich unterstützen?

Am Besten kann Taylor Root uns unterstützen, indem unseren Mitgliedern die Praxis von Jurist:innen abseits des Studiums näher bringt und einen Blick über den Tellerrand ermöglicht. In diesem Rahmen würden wir beispielsweise gerne zusammen Vorträge oder Diskussionsrunden organisieren, bei denen unsere Mitglieder genau darüber einen besseren Einblick erhalten und vielleicht auch die Möglichkeit bekommen, sich selbst aktiv einzubringen.